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20180212 baumfaellaktionDas Wohl der Kinder habe im Vordergrund zu stehen, sagt Betriebshofleiter Johannes Deisenhofer über die heutige Baumfällaktion der Stadt Wertingen auf dem Gelände des Kinderhauses Sonnenschein.

Grund hierfür sei die inzwischen marode Struktur der beiden betroffenen Kastanien und die eines Ahorns. Alle drei Bäume stehen im Garten hinter dem Haus des Kindergartens. Bei einer routinemäßigen Überprüfung sei man auf die Instabilität der Bäume aufmerksam geworden. Durch den Fachmann Manfred Herian von der Unteren Naturschutzbehörde und Ludwig Klingler, Umweltreferent der Stadt Wertingen, wurden die Mängel bestätigt. „Die beiden haben dann auch entschieden, dass die Sicherheit der Kinder nur durch eine Fällung der Bäume zu gewährleisten ist, schließlich muss die Stadt ihrer Verkehrssicherheitspflicht nachkommen“, sagt Deisenhofer. Bereits vor circa zwanzig Jahren sicherte man die drei Kronen der betroffenen Bäume durch Stahlseile, inzwischen stünden diese unter Spannung. „Das bedeutet, dass die Bäume so viel an Kraft verlieren, dass sie ihre Spitzen nicht mehr stabil halten können und jetzt nach außen wirken“, beschreibt Deisenhofer einen Grund für die Fällung. Laut Klingler setzt unter anderem den beiden Kastanien jedes Jahr die Miniermotte zu, „was deren Vitalität sukzessive zunichte macht.“ Weiter entdeckten Herian und er Faulstellen in den Astgabeln und jede Menge sogenannte Todäste. Auch Deisenhofer weiß: „Das alles sind deutliche Anzeichen, dass die Bäume sterben.“ Weiter erinnert sich der Betriebshofchef daran, dass bereits vor geraumer Zeit während eines Sturms ein großer Ast des Ahorns abbrach: „Gottseidank kam damals niemand zu Schaden.“ Allen sei klar, das könne jederzeit wieder passieren und soweit wolle man es erst gar nicht kommen lassen.

Trotz der Ferienwoche habe man laut Deisenhofer im Vorfeld die Kindergartenleitung sowie den Elternbeirat über die Fällung informiert. Die Aktion sei ganz bewusst auf die Ferienwoche gelegt worden: „Die kleine Straße „Kalteck“ hinterm Marktplatz wird dazu für vier Tage komplett gesperrt.“ Von heute bis mindestens Donnerstag wird ein ortsansässiges Unternehmen einen großen LKW mit einer Hebebühne am Kalteck postieren und von dort werden die drei Bäume Ast für Ast von oben nach unten gekürzt. Der städtische Betriebshof setzt für Arbeiten wie diese Mitarbeiter ein, die fachlich für solche Aufgaben ausgebildet sind. Weiter kündigt Deisenhofer an: „Laut Umweltreferent Klingler sind Nachpflanzungen vorgesehen.“ Und eine nette Idee soll zukünftig an die drei Bäume erinnern, unter denen schon so viele Kindergenerationen gespielt haben: „Da die Baumstümpfe erhalten bleiben, kann man daraus einen natürlichen Spieltisch machen.“